20 JAHRE LEUKIN

um zu helfen...

 Socken sind der Renner

 

 VON MARION JANSSEN

 

 

 

Rhauderfehn/Ostrhauderfehn - Mit vier zahnstocherdünnen Nadeln geht es rund: „Man nimmt 16 Maschen auf, und dann kommt immer eine Reihe links, eine rechts“, erklärt Marlies Mansholt. Das Ergebnis der filigranen Arbeit kann sich sehen lassen: eine winzige Socke. Die wird noch mit einem kleinen Metallring versehen und mit einem Chip für Einkaufswagen gefüllt – fertig ist das witzige Mitbringsel, mit dem Mansholt und drei weitere Frauen Geld für Leukin, den Verein zu Hilfe leukämiekranker Kinder, in die Kasse holen.

 

Das Vorbild der Chip-Socke hat Lucie Kafka aus Collinghorst einmal auf dem Wochenmarkt entdeckt. Dort kaufte sie ein paar Exemplare zum Verschenken. Eines bekam Dini Weerts aus Ostrhauderfehn, und die fand die Idee so schön, dass sie sich überlegte: „Das könnten wir für einen guten Zweck doch auch selbst machen.“ Sie fragte Mansholt, Kafka und Frieda Oltmanns aus Ostrhauderfehn. Die machten begeistert mit.

Jede Woche füllt Dini Weerts die Körbchen, die in einigen Läden in Ostrhauderfehn und Rhauderfehn stehen (siehe Infokasten), mit neuen Söckchen sowie weiteren selbst gemachten Mitbringseln. Daneben steht eine Spendenbüchse. Wer sich eine der hübschen Handarbeiten nimmt, soll etwas in die Spendenbüchse werfen. Darüber informiert ein Zettel, der ebenfalls ausliegt. Einen Euro für ein Minisöckchen, fünf für ein Paar Babystrümpfe haben die Frauen veranschlagt.

Dini Weerts (von links), Lucie Kafka, Frieda Oltmanns und Marlies Mansholt haben für den guten Zweck schon so manche Masche aufgenommen. Bilder: Janßen

 

„Die kleinen Socken sind sehr gefragt“, freut sich Weerts: „Da kommen wir manchmal gar nicht mit dem Stricken nach.“ Die filigrane Arbeit kostet schließlich Zeit: „Wenn man sich ranhält, kann man drei kleine Socken an einem Abend schaffen“, erklärt Frieda Oltmanns.

Weil das Ergebnis ja für einen guten Zweck ist, freuen sich die Frauen umso mehr, dass sie Unterstützer haben: „Mein Sohn ist Schalke-Fan. Ein Fußballfreund von ihm hat uns 2000 kleine Ringe für die Halterung der Socken geschenkt“, sagt Dini Weerts. Die Chips haben vor allem der Hagebaumarkt und der Combimarkt gesponsert. Und von Bekannten „erben“ die Frauen mitunter Wollreste.

Gut 2000 Euro, erzählt Anna Fennen vom Verein Leukin, seien durch die Handarbeiten der Frauen schon an Spenden hereingekommen. Dass sich die Vereinsvorsitzende so freut, macht auch den vier Frauen Freude. Und, wie Dini Weerts betont: „Es ist schön, wenn man auch im Alter nochmal so etwas Gutes machen kann.“

 Anlaufstellen

Mini-Söckchen und andere kleine Handarbeiten für den guten Zweck findet man – zusammen mit Spendendosen – in Ostrhauderfehn im Combi-Markt, bei Wreesmann und im Farbenfachmarkt Schnau sowie in Rhauderfehn bei Felix-Moden.


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