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VON JANA KÖHLER 29. November 2010


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1039 Freiwillige ließen sich am Sonntag im Papenburger Marienkrankenhaus typisieren. Es war eine Gemeinschaftsaktion von Hospital, Leukin und DKMS. Die Institutionen suchen einen Stammzellenspender für die zweijährige Rosa aus Bramsche.


Bild: Köhler

Papenburg/Ostrhauderfehn - Wohlige Wärme erfüllt den Raum. Es ist jedoch nicht die eisige Winterluft, die den Kontrast zwischen drinnen und draußen als ganz besonders stark empfinden lässt. Was die Räume des Papenburger Marienkrankenhauses erwärmt ist Herzlichkeit.


Bild: Köhler

Rund 100 Helfer sind emsig im Einsatz - mit einem klaren Ziel vor Augen: Leben retten. Gemeinsam haben das Marienkrankenhaus, der Ostrhauderfehner Verein zur Hilfe leukämiekranker Kinder (Leukin) und die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eine Typisierungsaktion auf die Beine gestellt. Ein genetischer Zwilling für Rosa (2) aus Bramsche soll gefunden werden.


Bild: Köhler

Schicksale wie das der kleinen Rosa berühren

Den Zustand des im Frühjahr an Leukämie (Blutkrebs) erkrankten Kleinkindes beschreibt Leukin-Vorsitzende Anna Fennen als kritisch: "Wenn nicht schnell ein Stammzellenspender gefunden wird, muss Rosa sterben." Doch diese Suche gleicht der berühmten nach der Nadel im Heuhaufen. "Die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Spender zu finden, kann eins zu mehreren Millionen betragen", erklärt João Meda von der DKMS. Deshalb setzt die Organisation auf Quantität: Je mehr Spender in der Datenbank registriert sind, desto größer ist die Chance auf einen genetischen Zwilling.


Bild: DKMS

Schicksale wie das der kleinen Rosa berühren. Sie sind seit 14 Jahren Motivation für Anna Fennen und ihre Mitstreiter von Leukin, immer wieder Typisierungen zu stemmen, um dazu beizutragen, die Spenderdatei immer größer werden zu lassen. Denn: Wer einmal registriert ist, wer einmal fünf Milliliter seines Blutes abgegeben hat, der bleibt als potenzieller Spendenkandidat in der internationalen Datenbank. Verpflichtet, im Fall des Falles auch zu spenden, hat er sich damit jedoch nicht.

Der Wunsch zu helfen blieb unter den Kollegen

"Mitleid hilft hier nicht. Man muss selber etwas tun", sagt die Burlagerin. Diese Ansicht, die vor 14 Jahren zur Gründung von Leukin führte, teilen viele Menschen, wie sich gestern auch in Papenburg wieder zeigte. 1038 neue Mitglieder hat die Spenderdatei seitdem. Schon kurz vor Beginn der Aktion waren alle 20 Blutabnahmeplätze belegt, war der Andrang groß.

Die Idee für die Gemeinschaftsaktion hatten Mitarbeiter des Marienkrankenhauses, wie Schirmherr Konrad Kurt Nee erklärt. Der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Marienhospital Papenburg berichtet von zwei Mitarbeitern, die an Leukämie erkrankt waren, "aber Glück hatten und einen Spender fanden".


Bild: Harms

Der Wunsch zu helfen aber blieb unter den Kollegen. Und so trat Sabrina Brandt (26) an den Vorsitzenden der Mitarbeitervertretung, Wolfgang Fennen, mit dem Vorschlag heran, eine Typisierung zu organisieren. Fennen ist der Sohn der Leukin-Vorsitzenden, aus der Idee wurde schnell ein konkretes Vorhaben.

Grund genug für die 18-Jährige, aktiv zu werden

Und bereits im Vorfeld der Aktion traf Anna Fennen auf viel Engagement und Zuspruch. Da waren beispielsweise die Mitarbeiter des Krankenhauses, die auf allen Stationen Spenden eingeworben hatten. 2595 Euro kamen auf diese Weise zusammen. Überrascht hatten die Burlagerin auch zwei 13-jährige Realschülerinnen, die mit dem Wunsch bei ihr anriefen, für die Aktion Geld sammeln zu wollen. Solche Momente seien es, die sie in ihrem Engagement immer wieder bestärkten, sagt eine gerührte Vereinsvorsitzende.

Die Gründe der vielen Freiwilligen, sich typisieren zu lassen, waren ganz unterschiedlich. Alina Böning aus Rhauderfehn hat einen Freund, der an Leukämie erkrankt war. Grund genug für die 18-Jährige, aktiv zu werden. Und Hildegard Harms, 49, aus Westoverledingen trifft mit ihrem Beweggrund genau den Kern: "weil es jeden treffen kann".


Bild: Harms


29.11.2010 von Daniel Hopkins

Papenburg. Viele kleine Nadelstiche zeugten gestern von vielen großen Herzen. Im Papenburger Marienkrankenhaus ließen 1039 Personen ihr Blut typisieren, um Menschen, die an Leukämie erkrankt sind, zu helfen – unter anderen der zweijährigen Rosa, in deren Namen die Aktion stattfand.


Bild: Hopkins

Dass die Veranstaltung ein voller Erfolg wurde, zeichnete sich schon nach einer halben Stunde ab. „Wir haben bereits hundert Besucher“, berichtete Anna Fennen, Vorsitzende des Vereins Leukin. In der Eingangshalle „ging es zu wie auf einem Bahnhof“, freute sich Fennen. Nur ohne die Wartezeiten: Rund 100 Freiwillige halfen bei der Registrierung mit – nach fünf Minuten war trotz des Andrangs die Registrierung mit Blutentnahme und Kontrollen abgeschlossen.

Auch für Günther Tischer aus Westoverledingen. „Wir haben selbst kleine Kinder, da ist es wichtig zu helfen“, sagte er, während er den Fragebogen ausfüllte: Name, Alter und – besonders wichtig – die Nummer des Röhrchens für die Blutabnahme mussten auf dem Papier stehen. Dass die Angaben richtig sind, wurde dann wenige Meter weiter noch einmal überprüft. Dann ging es ins Untersuchungszimmer – ein kleiner Piks, und die Arbeit für Tischer war erledigt. „Es tat nicht weh“, aber mit den fünf Millilitern Blut könne er Leben retten – vielleicht sogar das der kleinen Rosa. Am Ende des Rundgangs musste er nur noch das Röhrchen abgeben, und sein Bogen wurde ein letztes Mal überprüft.

Das sei wichtig, da bei Verwechslungen große und unberechtigte Hoffnungen bei den Erkrankten geweckt werden könnten, erklärte Konrad Kurt Nee, Kuratoriumsvorsitzender des Krankenhauses. Denn bei Leukämie „gibt es keine Medikamente, da hilft nur die Knochenmarkspende“. Ob in Papenburg ein Spender für die zweijährige Rosa gefunden werden konnte, wird sich in zwei bis drei Wochen rausstellen. Mindestens genauso wichtig sei, dass sich im Marienkrankenhaus viele weitere Personen in die Datenbank für Knochenmarkspender hätten eintragen lassen.

Zwei Mitarbeitern aus dem Krankenhaus konnte bereits so geholfen werden, so Nee. Daher sei das Hospital auf die Idee gekommen, die Aktion gemeinsam mit Leukin in Papenburg zu organisieren. Dabei stellte die Einrichtung nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung, sondern viele Mitarbeiter betreuten die Aktion oder ließen sich selbst auch typisieren. Auch für Nee war der kleine Piks selbstverständlich: „Das ist weniger Blut, als man sonst beim Arzt abgeben muss“, sagte er.

Zufrieden war auch João Meda von der Deutschen Knochenmarkspender-Datei (DKMS). „Veranstaltungen mit Leukin sind immer top organisiert und Vorbild für andere Aktionen“, so Meda. Er beaufsichtigte die Typisierung, damit die Standards der DKMS eingehalten werden. Am Abend fuhr er die Blutröhrchen nach Köln, wo sie untersucht und registriert werden.


Bild: Hopkins

Für Leukin war es mittlerweile die 43. Typisierung. „Als wir damals vor 14 Jahren angefangen haben, waren wir schon stolz, dass 188 Leute mitgemacht haben“, erinnerte sich Anna Fennen. Diese Anzahl war gestern bereits vor dem Mittag übertroffen. Bis zum Abend waren es 1039 Personen.